Fachklinik für Frauen mit
Abhängigkeitserkrankungen
und Essstörungen

Stationär

Wir verstehen eine Abhängigkeitserkrankung oder eine Essstörung als multifaktorielle Erkrankung, deren Ursachen sowohl biologisch, psychisch und sozial bedingt sind. Ursachen und Auswirkungen sind eng miteinander verknüpft. Wir berücksichtigen in der Behandlung die verschiedenen Aspekte der Krankheitsentwicklung und legen einen Schwerpunkt auf frauengerechte Therapie. Wir arbeiten nicht nur problemorientiert, sondern v. a. ressourcen-, ziel- und lösungsorientiert.

Unsere Behandlung ist geeignet für Frauen

ab 18 Jahren (in Ausnahmefällen ab 16 Jahren)

mit Essstörungen (Anorexie, Bulimie, Binge Eating)

mit Abhängigkeitserkrankungen, vorwiegend aus dem legalen Suchtbereich

mit krankheitsbedingten Folgen und Beeinträchtigungen im psychischen, körperlichen und sozialen Bereich

die mehr Hilfe benötigen, als eine ambulante Behandlung bieten kann

die eine grundlegende Änderung ihrer durch die Erkrankung geprägten Lebenssituation wünschen

Die Hintergründe einer Suchtentwicklung sind vielfältig. Biologische und psychische Ursachen spielen dabei ebenso eine Rolle wie belastende Lebenserfahrungen, soziale Gegebenheiten und gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Frauen haben ein Suchtverhalten, das eng mit ihrer Sozialisation und mit ihrer gesellschaftlichen Rolle verbunden ist. Unser Konzept basiert darauf, dass wir Frauen in dieser Problematik ernst nehmen und ihnen Raum geben, sich mit anderen Frauen auszutauschen und über ihr Leben und ihre Zukunft nachzudenken. Sie sollen ihre Bedürfnisse wahrnehmen, sich jemandem anvertrauen können, für sich etwas fordern und auch lernen, nein zu sagen.

Für Frauen mit Gewalterfahrungen bieten wir einen milieutherapeutischen Schutzraum. Wir ermuntern sie, ihren eigenen Weg zu finden und die Verantwortung für sich und ihre weitere Lebensgestaltung zu übernehmen.

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Abhängigkeitserkrankungen
und Essstörungen

Behandlungsdauer

Die Behandlungsdauer ist individuell und dauert mindestens 12 Wochen und maximal 48 Wochen. Nach der Grundbehandlung von 12 Wochen kann die Behandlung jeweils um 6 Wochen bis zur Maximaldauer von 48 Wochen verlängert werden, sofern wir dafür eine Kostengutsprache erhalten.

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Abhängigkeitserkrankungen
und Essstörungen

Angebot

Unser Angebot beinhaltet die ärztlich-medikamentöse Therapie, die Psychotherapie, die gestaltende Therapie, die Körpertherapie, die psychosoziale Therapie sowie der sozialpsychiatrischer Dienst.

Im Detail bieten wir den Betroffenen das folgende Behandlungsprogramm an:
Gespräch und Austausch: Durch Worte …

Einzelpsychotherapie

Neuropsychologische und psychodiagnostische Abklärungen

Störungsspezifische Gruppengespräche

Ernährungsberatung

Sozialberatung

Vernetzungsgespräche mit nachbehandelnden Stellen, Arbeitgebern etc.

Ambulante Nachsorge

Körper und Bewegung: Durch Aktivität

Entspannungs- und Bewegungstherapie

Schwimmen, Hallensport, Nordic Walking (ab BMI 15)

Body Fit and Fun / Körperwahrnehmung (ab BMI 15)

Tanztherapie (ab BMI von 15)

WEN-DO Selbstverteidigung für Frauen

Kunst und Gestaltung: Durch Kreativität

Offenes  Gestalten

Themenzentrierte Kunsttherapie

Maltherapie

Lösungsorientiertes Malen (LOM)

Anwendung und Übungsfelder: Durch Ausübung

Kochgruppe (für Frauen mit Essstörungen)

Hilfestellungen beim Essen

Skillsgruppe (nach Indikation)

Freizeitgruppe

Informationen: Durch Wissen

Sozialmarkt (Informations- und Bildungsveranstaltung zu sozialrechtlichen Themen)

Psychoedukation (Theorie über Suchterkrankungen sowie psychische Störungen und Erkrankungen)

Ernährungscoaching

Rückfallpräventionsprogramm (für Frauen mit Substanzabhängigkeiten)

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Angehörige

Die Angehörigen sind durch die psychische Erkrankung von nahenstehenden Personen mitbetroffen. Sie sind aber auch eine wichtige Stütze für die Betroffenen. Wir beziehen Angehörige im Rahmen von Paar- und/oder Familiengesprächen im Verlaufe der Behandlung mit ein.

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Aufnahmeverfahren

  Der Weg bis zur Aufnahme gestaltet sich wie folgt

Besuch einer der 14-täglich stattfinden Informationsveranstaltung

Schriftliche Anmeldung mittels Anmeldeformular

Terminvereinbarung für ein Abklärungsgespräch mit Psychiaterin

Abgabe des ärztlichen Einweisungsberichts Ihres behandelnden Arztes/Ärztin

Einholung der schriftlichen Kostengutsprache bei der Krankenkasse (bei ausserkantonalen Patientinnen beim Kantonsarzt, sofern der Referenztarif des Wohnkantons tiefer ist als dieser der Klinik Wysshölzli)

Unterzeichnung eines Rahmenvertrages

Eintrittstag ist der Mittwoch. Der Eintritt erfolgt nach Vereinbarung

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Bedingungen

Für eine Aufnahme müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

Minimales Körpergewicht (ab BMI 12)

Erfolgter körperlicher Entzug, in der Regel in einem Spital oder in einer psychiatrischen Klinik

Bereitschaft zur Abstinenz legaler und illegaler Drogen während der Behandlung

Freiwilligkeit (auch mit FU-Verfügung (Fürsorgerische Unterbringung), wenn die Motivation vorhanden ist)

Bereitschaft, am Therapieprogramm teilzunehmen und sich damit auseinanderzusetzen

Bereitschaft, Verhaltensweisen zu erkennen und zu hinterfragen

Einweisungszeugnis von Ihrem behandelnden Arzt/Ärztin

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Abhängigkeitserkrankungen
und Essstörungen
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Kosten

Die Klinik Wysshölzli ist als Spezialklinik mit Beiträgen der öffentlichen Hand auf der Spitalliste des Kantons Bern aufgeführt. Die Kosten für eine stationäre Behandlung werden durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung) und die Wohnkantone gedeckt.
Wenn Sie Ihren Wohnsitz im Kanton Bern haben, benötigen wir ausser dem ärztlichen Einweisungszeugnis keine weiteren Formalitäten.
Haben Sie Ihren Wohnsitz ausserhalb des Kantons Bern, benötigen wir vor Ihrem Eintritt vom Kantonsarzt Ihres Wohnkantons die Kostengutsprache für ausserkantonale Hospitalisation, sofern der Referenztarif des Wohnkantons tiefer ist als dieser der Klinik Wysshölzli. Das entsprechende Gesuch muss von Ihrem behandelnden Arzt oder Ärztin gestellt werden.